KölnTriathlon 2023

03.09.2023 KölnTriathlon 2023

Nach der Sommerpause ging es am Wochenende wieder an die Startlinie. Der KölnCityTriathlon fand zum zweiten Mal statt, und die Wettervorhersage war hervorragend: 24 Grad und Sonne sollten es werden.
Auf den drei Distanzen Sprint, Olympisch und Mitteldistanz gingen über 3000 Athleten an den Start.
Ich war, wie letztes Jahr, wieder auf der Olympischen Distanz dabei, welche mit den leicht abgewandelten Strecken 2200m swim / 43km bike / 9,5km run ausgeschrieben war.
Um 10:30 startete die erste von fünf Wellen. Die "erfahrenen" Athleten ab AK45, zu denen ich ja nun auch zähle, waren als letzte an der Reihe. 
So konnte ich mir vorher in Ruhe das Startprozedere ansehen: 250 Mann ins Wasser, auf einer Trompete spielt jemand einen Karnevalssong an und alle im Wasser gröhlen mit, und dann das Startkomando.

Das Schwimmen lief schon mal super an. Ich kam gut in einen Rhytmus und konnte auf dem Rhein, auf dem ich auch an dieser Stelle schon tausende Male gepaddelt bin, eine gute Linie finden. Nach der Deutzer Brücke war ich dann auch voll in der Strömung. Da ich nach links atme, konnte ich dann langsam den Dom vorbeiziehen sehen. TRAUMHAFT! Dabei kam dann auch die Sonne raus, und ich dachte mir: Es läuft gerade richtig gut!
Der Rhein hatte einen guten Wasserstand, so dass ich knapp drei Minuten schneller als letztes Jahr war. Was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste:

Zwischenstand nach dem Schwimmen: AK45 - Platz 5/63 | Gesamt - Platz 52/801

Aber auch so ging ich gut gelaunt aus dem Wasser und sprintete in die Wechselzone.
Leider in den falschen Gang.
Wo ist mein Fahrrad, verdammt.
Mit einem beherzten Sprung über das Gitter an dem die Räder hingen wollte ich zu meinem Geschoß eilen, da höre ich hinter mir einen Kampfrichter.
Der belehrte mich erst mal, dass das mit dem über die Gitter springen so nicht geht und ich dachte kurz, dass das Rennen hier schon vorbei ist. Aber nach einer Entschuldigung durfte ich weitermachen und schälte mich zügig aus dem Neo. Dann das Rad in die Hand und ab auf die Piste...

Auf dem Rad habe ich direkt mal richtig draufgedrückt, aus der Wechselzone und hoch auf die Deutzer Brücke. 300Watt im Schnitt auf dem ersten Kilometer, das sollte ich etwas runterfahren.
Schnell fand ich meine Pace und konnte gutes Tempo machen. Auf der gesamten Radstrecke wurde ich nicht einmal überholt, konnte dafür aber einige Athleten hinter mir lassen. Man wusste allerdings nie so recht in welcher Startgruppe sie waren, so dass ich keinen Überblick über meine Position hatte. Nichts desto trotz ging es nach 1:06h wieder in die Wechselzone. Kurzer Blick auf den Tacho:
Durchnittswerte: 250Watt und 38,1 km/h. 


Ich hatte also ein leichtes Grinsen beim Abstellen des Rädchens und schwang mich in die Laufschuhe.
Grüße an Torsten: SECHTSBESTE Wechselzeit in T2 overall!

Zwischenstand nach dem Rad: AK45 - Platz 2/63 | Gesamt - Platz 23/801

Wie immer fühlt sich das Laufen zum einen Superlangsam und zum Zweiten wie auf Eiern an. Ich versuche trotzdem nicht zu schnell zu machen und überhole einen Athleten nach dem anderen. Der erste Kilometer geht in knapp unter vier Minuten weg und ich denke mir, das passt. Die Sonne ist voll draußen, gefühlt sind es 30 Grad, und ich nehme an Wasser was ich kriegen kann. Einen Schluck rein, den Rest über den Kopf. Auf der Hohenzollernbrücke wird`s echt voll. Das überholen wird zum Slalomlaufen, aber das pusht natürlich auch. Nach der ersten Runde versuche ich auf der zweiten noch etwas Gas zu geben. Am Ende wird es eine Pace von 3:59m/km und ich komme Mega zufrieden ins Ziel.

Später erfahre ich das Ergebnis:

Sieg in der AK45
(von 63)

15. in der Gesamtwertung
(von 800)

Noch drei Wochen bis Berlin. Ich wär soweit!

so far
#keeponrunning