Coronajahr und endlich ein Wettkampf

26.09.2020 Coronajahr und endlich ein Wettkampf

Leider ist nach dem Saisonstart ja einiges passiert. Corona hat der Welt seinen Stempel aufgedrückt und es sind alle Wettkämpfe zuerst verschoben und letztendlich dann abgesagt worden.

Das Training habe ich soweit durchgezogen. Ein Ziel war noch nicht abgesagt, und da wollte ich mich nachher nicht fragen müssen, warum ich nix getan habe.

Ich hatte noch lange Hoffnung, das mein Saison-Highlight (der Ironman Zell am See) Ende August noch stattfinden wird. Aber ich wurde leider enttäuscht. Und so sagt mir meine Garmin zwar: "Du bist in Höchstform", aber ich konnte es nicht zeigen.

Vor vier Wochen kam dann die Nachricht, dass ein 10km Lauf in Bergheim stattfinden soll. Mit aktuellem Hygienekonzept und reduziertem Starterfeld. Da habe ich mich natürlich direkt angemeldet und noch einmal etwas Gas gegeben im Training. Für irgendetwas muss dieses 2020 ja noch gut sein. Nach dem echt super Sommer war dann die Wettervorhersage für das Rennen 15 Grad und Regen. Da dachte ich mir, kann doch echt nicht wahr sein. Der kälteste Tag seit 6 Monaten, aber was soll`s. Es war zum Glück trocken, aber windig, so dass es in der Zeit vor dem Start etwas kalt wurde. Das Rennen wurde in 30er Gruppen gestartet, so das man das Feld dadurch etwas entzerrte. Die Folge war natürlich, dass man keine Ahnung hatte, wo man im Rennen liegt. Aber das war egal. Pünktlich um 18.30 startete das Rennen, und ich war im vierten Block an der Reihe. Es mussten drei Runden â 3,33km gelaufen werden. Der Kurs war etwas eckig, so dass ich nicht mit Top-Zeiten gerechnet habe, aber kein Grund nicht endlich mal wieder richtig zu ballern. In der ersten Runde musste ich viele Starter überholen und wurde selber gar nicht überholt. Das gab auf jeden Fall ein gutes Gefühl, und als ich mit 12:30 in die zweite Runde ging dachte ich mir, das ist eigentlich viel zu schnell. Also habe ich in der zweiten Runde etwas rausgenommen und bin die in 13:00 gelaufen. Kurze Hochrechnung: Die Bestzeit von 38:54 ist drin. Dafür habe ich für die dritte Runde 13:24 Zeit. Das sollte doch machbar sein. Ich habe dann nochmal alles rausgehauen und im Ziel stand dann eine 38:14. Damit hatte ich meine Bestzeit auf 10km deutlich unterboten.

Somit beginnt die Saison mit dem Rennen mit dem sie auch endet. Aber mit einer Bestzeit war 2020 ja doch nicht verloren.

Bleibt gesund!

So far, keep on running.

 

Saisonbeginn 2020

06.03.2020 Saisonbeginn 2020

Nach einem guten Wintertrainingsblock mit hohem Umfang ging es im Januar mit der Laufsaison los.

Als erstes Stand am 19. Januar der Pulheimer Wintermarathon an. Vom BTW waren wir mit 18 Läufern in drei Staffeln am Start. Ich war Startläufer im A-Kader und musste damit vorne so richtig Dampf machen. Leichter gesagt als getan. Nach dem Startschuss habe ich erst mal Gas gegeben und merkte nach einem Kilometer in 3:35: Das ist ein bisschen schnell. Dummerweise konnte ich die Spitzengruppe zu diesem Zeitpunkt schon gar nicht mehr sehen. Nichtsdestotrotz habe ich mein Pacing etwas angepasst und bin dann nach der Extraschleife von 2,2 km auf die 5km Runde gegangen. Die Gerade raus aufs Feld mit Gegenwind trug hier nicht dazu bei, den Spasslevel zu erhöhen. Nach der Wende ging es ein Stück bergan, was den Laktatspiegel in den Muskeln noch oben schnell liess. Danach waren es noch knapp zwei Kilometer ins Ziel. Zum Schluss habe ich noch mal alles rausgehauen und den Staffelstab übergeben, den ich in den 27 Minuten zuvor krampfhaft festgehalten habe. Die 7,2km in 27:20 bedeuten 3:47/km und damit war ich dann doch sehr zufrieden. In der Gesamtwertung sind wir am Ende mit einer Marathonzeit von 2:39 auf einem guten neunten Platz gelandet.

Eine Woche Später ging es dann zu Porzer Winterlaufserie. Hier wollte ich drei mal über die 10km starten um ein paar schöne Tempoläufe zu machen. Vor dem ersten Lauf am 27. Januar habe ich mir allerdings beim Kart fahren eine schwere Rippenprellung zugezogen, die mir doch arg zu schaffen gemacht hat. Bei bestem Wetter hatten noch einige Leute nachgemeldet, so dass über 600 Läufer an der Startlinie standen. Das hatte zur Folge, dass ich auf dem ersten Kilometer mangels Überholmöglichkeiten etwas ausgebremst wurde. Danach bin ich aber gut in einer Gruppe die erste Runde mitgelaufen und hatte nach der ersten von zwei Runden eine gute Zwischenzeit. Auf der zweiten Runde wurde es etwas härter und ich habe mich die ganze Zeit gefragt ob die Schmerzen in der Seite von der Rippenprellung oder doch Seitenstechen sind. Ich konnte aber meine Pace durchziehen und kam nach guten 39:26 als 39. ins Ziel. In meiner Altersklasse hat das dann für Platz 6 gereicht. Bei dem starken Feld war ich damit ganz zufrieden. Der erste Platz ging bei 31 Minuten weg, das ist schon der Wahnsinn. Das Auslaufen danach musste ich abbrechen, da ich doch grössere Rippen-Schmerzen dabei hatte.

Der zweite Lauf der Serie wurde leider vom Winde verweht. Sturmbedingt erfolgte am Abend vorher die Absage.

Der dritte Lauf am 01. März fand dann wieder bei Sonne und 8 Grad statt. Diesmal war ich erkältungsbedingt etwas angeschlagen und habe die zwei Wochen vorher nicht mehr richtig trainieren können. Nach den Erfahrungen vom ersten Lauf habe ich mich etwas weiter vorne beim Start einsortiert und konnte dadurch ungestört den ersten Kilometer laufen. Es waren allerdings auch "nur" 300 Läufer am Start. Nach der ersten Runde, die in etwa in der gleichen Pace wir beim ersten Lauf durchging fehlte mir auf der zweiten Runde etwas die Motivation voll durchzuziehen. Das einzige was ich schaffen wollte war unter 40 Minuten zu bleiben. Mit 39:46 hat das dann auch noch geklappt. Insgesamt kam ich damit auf den 11. Platz konnte aber überraschend meine Altersklasse gewinnen. Auch in der Serienwertung (von leider nur zwei Läufen) konnte ich meine Altersklasse gewinnen und kam in der Gesamtwertung auf den dritten Platz.

Damit fängt die Saison schon mal ganz gut an. Gesundheitlich bin ich auch langsam wieder fit. Nächster Wettkampf ist der Bonner Halbmarathon in gut sieben Wochen. Da soll die 1:27 fallen...

So far, keep on running.

 

Herbstläufe in 2019

16.12.2019 Herbstläufe in 2019

Nach der Triathlon Saison standen noch ein paar Läufe auf dem Programm.

Den Anfang machte der Refrather Herbstlauf über 10km durch den Königsforst. Auf einer profilierten Strecke ging es bei einstelligen Termperaturen und strömenden Regen durch den Wald. Da die erste Hälfte eher bergan ging habe ich versucht etwas konservativer zu pacen und bin nach 19:50 an der Wendemarke bei km5 gewesen. Die zweite Hälfte konnte ich dann ein bisschen zügiger gestalten und bin mit 39:34h ins Ziel gekommen. Insgesamt war das dann der 14. Plartz und der zweite Platz in meiner Altersklasse.

Ende November bin ich dann bei der regionalen Cross Meisterschaft an dern Start gegangen. Es ging über 3 Runden â 1,5km über Stock und Stein. Bei Temperaturen knapp über dem Gerfrierpunkt waren es nicht so ganz meine Bedingungen, aber ich bin letztendlich mit einer Zeit von 18:04 zweiter in meiner Altersklasse geworden.

Anfang Dezember Stand dann der Nikolauslauf um den Lindenthaler Tierpark an, quasi in meinem alten Wohnzimmer.

Beim Aufstehen war bei mir allerdings noch keine Begeisterung zu spüren. Beim Blick aus dem Fenster auf eine vereiste Terasse war es für mich einfach zu kalt.
Nichtsdestrotz ging es zum Stadtlauf mit einem Kollegen vom BTV um beim hochkarätig besetzen Rennen die grünen Farben hochzuhalten. (Bei einem war es ein sehr, sehr, sehr dunkles grün :-)
Als man beim Warmlaufen die Durchsage hörte "Noch 4 Minuten bis zum Start" dachten wir uns, wir müssen mal langsam zurück und man ordnete sich gerade noch hinten im Feld ein bevor der Startschuss pünktlich um 10 Uhr erfolgte.
Das war ein kleiner Fehler, da dadurch der erste Kilometer sehr voll wurde. Im Teammodus kämpften wir uns beide gut durch das Feld und kamen auch gut durch die erste von drei Runden.
Bei mir hatte die Uhr irgendwie Probleme mit der Strecke, wahrscheinlich war ihr - wie auch mir - einfach zu kalt, so dass sie mir leider keine vernünftigen Zeiten anzeigte. Am Ende fehlten der Uhr knapp 600m...
Nichtsdestotrotz bin ich mit einem gleichmässigen Tempo am Ende mit 39:36 im Ziel gelandet. Da das Rennen nach Bruttozeit gewertet wurde lag ich damit auf Platz 71. (AK 9.)
Im Toplauf waren 700 Läufer am Start und der Sieger benötigte lediglich 30 Minuten, was das Top-Niveau unterstreicht. Im Anschließenden Funlauf gingen nochmal knapp 2000 Läufer die 10km an und blieben aber zeitlich alle hinter uns.
Insgesamt waren ich aber zufrieden mit dem Lauf und wurde mit einem Schokoweihnachtsmann im Ziel belohnt.

So far, keep on running.