Kramsach 2011

21.05.2011 3. und 4. Wettkampftag Classic

Gestern war der dritte Wettkampftag mit den Classic-Rennen im Einzel. Aufgrund des sehr niedrigen Wasserstandes hatte ich grosse Probleme das Boot ans Laufen zu bekommen und musste nach einem groben Fahrfehler im Mittelteil meine Medaillienambitionen begraben. Am Ende war es ein vierter Platz und ich war sehr enttäuscht ob meiner schlechten Leistung. Mit dieser Zeit wäre auch eine Medaille im Teamrennen in Weite Ferne gerückt.
Heute waren dann die Mannschaftsrennen und ich bin mit Niels Verhoef und Stephan Stiefenhöfer an den Start gegangen. Das Rennen lief im ersten Teil sehr gut und ich konnte noch recht nah am Niels dran bleiben, der eine super Linie vorgefahren ist. Im zweiten Part hatte ich dann etwas mit immer schwerer werdenden Armen zu kämpfen und konnte das Boot in Rechtskurven kaum noch rumziehen. Am Ende lagen wir gut zwei Sekunden hinter Blau Weiss Bonn auf Platz zwei und ich bin wirklich zufrieden obwohl es knapper kaum hätte sein können. In jedem Fall nicht Gold verloren, sondern Silber gewonnen!

19.05.2011 2. Wettkampftag Sprint Team

Nach dem gestrigen Einzel folgte nun heute das Mannschaftsrennen. Leider sinkt der Wasserstand aufgrund des guten Wetters immer weiter und der Fluss scheint kurz vor dem Austrocknen zu sein. Das ist definitiv nicht mein Wasser! So lief dann auch das Rennnen mehr schlecht als recht. Im ersten Teil war es so flach und steinig, dass man nur hintereinander fahren konnte. Das Problem dabei ist, dass man die kleinen steine unter der Wasseroberfläche, von denen es da reichlich gibt, nicht sehen kann. Darum habe ich dann auch einíge mitgenommen. Im zweiten Part versuchte ich bei Stephan auf der Welle zu fahren, konnte aber die Linie dabei nicht halten. So waren wir nach dem ersten Lauf dritter. Leider war auch der zweite Lauf nicht viel besser. Zumindest konnten wir aber unseren dritten Platz halten und somit gab es auf der Sprint-Siegerehrung heute abend auch zwei Medaillien für mich. Morgen stehen nun die Classic Einzel an. Aber auch hier auf der Strecke ist verdammt wenig Wasser. Da macht Paddeln echt keinen Spass. Das Mixed Rennen haben wir auch aus diesem Grunde abgesagt. Ich werde gleich noch einen Regentanz machen, habe aber wenig Hoffnung.

18.05.2011 1. Wettkampftag Sprint Einzel

Heute war es nun soweit, die ersten Wettkämpfe wurden ausgetragen. Bei meinem ersten Rennen lief es auch direkt ganz gut. Nach zwei konstanten Läufen konnte ich den dritten Platz im C1 Sprint erreichen. Damit habe ich die erste Medaille im ersten Rennen sicher. Quasi ein Auftakt nach Maß. Im zweiten Rennen lief es dann nicht ganz so gut im ersten Lauf. Wie bereits gestern angekündigt, konnten wir mit den starken Mixed Booten nicht mithalten. Im zweiten Lauf lief es etwas besser und wir konnten unsere Zeit noch einmal verbessern, aber mehr als ein fünfter Platz war nicht drin.
Mit der Medaille bin ich aber sehr zufrieden. Morgen gehts dann richtig zur Sache im Sprint Team.

17.02.2011 Training Teil 2

So, nun ist es soweit. Morgen beginnen die Wettkämpfe und ich bin gleich im ersten Rennen dran. Dann geht es darum eventuell eine Medaille zu erreichen. Als zweites werde ich mit Silke Kassner von KSK Team Köln auch im Mixed antreten. Hier ist die Leistungsdichte mit insgesamt 7 amtierenden Welt und Europameistern sehr hoch. Da müss man mal abwarten, was der erste Lauf so bringt.
Richtig wichtig wird es allerdings zum ersten Mal am Donnerstag. Hier geht es darum im Sprint Team möglichst ganz nach oben zu kommen. Aber auch hier wäre eine Medaille schon schön.
Freitag gehts dann mit dem Classic Einzel weiter und Samstag folgt dann der zweite Höhepunkt mit dem Classic Team.
Morgen geht`s los, drückt mir die Daumen!


Foto: Ute Lutz

15.05.2011 Training Teil 1

Das Wetter hier könnte unterschiedlicher nicht sein. Gestern sind wir bei 25 Grad und Sonne die ersten Touren auf Classic und Sprintstrecke gefahren. Leider ist es auch hier schon so wie die ganze Saison. Kein Wasser. Viele Steine und kein Druck sind die Folge. Das Training auf der Classicstrecke war ganz OK, die Sprintstrecke ist aber bei diesem Wasserstand eigentlich unfahrbar.
Heute wiederum haben wir so 5 Grad und Regen. Da es die ganze Nacht durchgeregnet hat, ist der Pegel um einen halben Meter gestiegen. Das war wirklich postiv. Classicstrecke hat so schöne Wellen und die Sprintstrecke ist auch vernünftig fahrbar. Leider ist dort nahezu kein Wildwasser. Schlecht für mich.
Schauen wir mal was der morgige Tag bringt.

Augsburg 2011


Foto: kanu-wildwasser.de

01.05.2011 - WM Qualifikation in Augsburg

Vergangenes Wochenende war die WM Qualifikation in Augsburg. Samstag und Sonntag war jeweils ein komletter Sprintwettkampf aus dem sich der jeweilige Sieger für die Heim-WM im Juni qualifizieren konnte. Ich wollte diese Möglichkeit nutzen, um mich unter kompetetiven Bedingungen auf die Deutsche Meisterschaft in zwei Wochen vorzubereiten. Eine Qualifikation wäre absolut utopisch. Ausserdem werde ich dieses Jahr wohl wieder eine Dokumentation über die Weltmeisterschaft in Augsburg ertellen und wollte hiefür schon Material und Stimmen sammeln. Die Wettkämpfe waren im Grunde ganz gut. Samstag konnte ich achter werden, Sonntag wurde es der neunte Platz. Dafür, dass ich im Profifeld gestartet bin war das eine gute Leistung. Im Wildwasser bin ich auch ganz gut zurecht gekommen, so dass ich mich jetzt auf die letzten zwei Wochen Vorbereitung konzentrieren kann.

Rund um Köln 2011


Foto: Helena Zock

25.04.2011 - Rund um Köln am 25. April 2011. Mein erstes Radrennen und es war echt TOP!

Also von vorne: Heute morgen ein Blick aus dem Fenster und siehe da: Perfektes Radrennwetter mit strahlend blauem Himmel. Nach einem guten Frühstück habe ich meine Sachen gepackt und bin mit dem Rad zum Start in den Rheinauhafen gefahren. Die 6-7km waren perfekt um sich direkt etwas einzuschaukeln. Der Check-In für den Startblock schloss um 10:40, so dass ich mit ausreichen Reserve um kurz vor halb in die Aufstellung einfuhr. Nun hiess es erst mal warten bis zum Start. Da aber neben mir zahlreiche Mitstreiter standen, verging die Zeit eigentlich ganz schnell. Um kurz vor elf wurde es dann langsam spannend. Nur noch wenige Minuten bis zum Start. Die Aufregung wurde etwas grösser, ich wusste ja nicht so genau, was mich erwarten würde. Neben mir stand ein kleines Clübchen mit 5 Fahrern mit denen ich mir schon die Zeit bis zum Start vertrieben hatte und ich entschloss mich, mich erst mal an die hinten dran zu hängen.

5-4-3-2-1-LOS. Startschuss und das Feld setzte sich langsam in Bewegung. Recht schnell wurde mir klar, dass das mit einer gemütlichen Tour heute wohl nix wird und so reihte ich mich in die Phalanx ein und wir donnerten direkt mit 45km/h über die Rheinuferstrasse. Es kam bei mir ein leichtes Gefühl von Tour de France auf und ich dachte mir, geht ja gut los hier. Nach circa 10 Kilometern schaute ich erstmals etwas genauer auf meinen Tacho. Bisher ging das eher schlecht, da man den Blick nicht von vorne nehmen konnte um eine Kollision mit den gefühlten anderen 10.000 Fahrern zu vermeiden. Auf jeden Fall waren bisher weniger als 15 Minuten vergangen, für alle Kopfrechner, das war ein Schnitt von über 40! Da begann ich langsam nachzudenken, ob ich hier in der richtigen Gruppe mitfahre, aber da es gerade so gut lief dachte ich mir: fahr einfach mal weiter. So ging es dann langsam raus aus Köln Richtung Bechem. Der erste und auch der längste Anstieg zog sich doch etwas hin. Ich musste bis auf den dritten Gang zurückschalten, was diesen sehr freute. Bisher wurde er nämlich noch nie benutzt. Mit Puls 165 ging es dann über den ersten Berg und ich war noch ganz gut dabei, Es folgte die erste richtige Abfahrt. Im Synchronflug ging es zurück ins Tal mit bis zu 70km/h. Das fühlt sich in meinem Audi deutlich entspannter an als auf zwei so dünnen Reifen. Am Ende folgte der zweite Anstieg mit Bergwertung. Hier ging es mal so richtig steil hoch und es standen viele Zuschauer an der Strecke. Der dritte Gang kam wieder in Benutzung, konnte sich darüber aber nicht lange freuen, da es selbst im ersten echt schwierig wurde diese steilste Rampe der Strecke zu erklimmen. Aber auch hier ging es gut drüber so dass ich meinen Puls vom Anschlag auf der Abfahrt wieder runterfahren konnte. Der Vorteil eines jeden Anstieges ist ja, dass es danach auch wieder runtergeht

Der letzte nennenswerte Anstieg ging dann hoch zum Schloss Bensberg. Erst wieder im dritten, später im ersten kamen dann aber die letzten 200 Meter auf Kopfsteinpflaster. Die Strecke war hier komplett abgesperrt wie bei der Ankunft in L’Alpe d’Huez. Dazu das Geschrei von, ähm, Millionen Zuschauern. Hier kam nun endlich das Tour de France Feeling auf und ich dachte mir, nächstes Jahr fahre ich da mit. Nach dieser letzten Bergwertung ging es dann wieder runter Richtung Rösrath. Wieder unten angekommen sammelte sich eine etwas grössere Gruppe, mit der es dann erst mal mit 50km/h auf ebener Strecke Richtung Köln ging. Das war echt krass mit so viele Leuten so eng zusammen so schnell zu fahren. Aber auch hier ging bei mir wieder alles gut. Das konnte man nicht von allen behaupten. Auf der Strecke sah man immer wieder Sportler am Strassenrand mit Pannen oder nach Unfällen.

Zum Schluss ging es dann über die Severinsbrücke zurück auf die Rheinuferstrasse. In der Kurve konnte ich noch einmal knapp einem Sturz 3 Meter links von mir entgehen und es ging auf die letzten 1000 Meter Richtung Ziel. Mit einer Zeit von 1:47 bleib ich auf den 68,1km deutlich unter dem von mir gesteckten Ziel von zwei Stunden und ich rollte sehr zufrieden über die Ziellinie. Alles in allem ein sehr schönes Rennen bei TOP-Wetter. Hat sehr viel Spass gemacht.