Irrel 2010

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28.10.2010 Letztes Rennen 2010. Auf der Prüm bei Oberweis habe ich letztes Wochenende beim letzten Lauf zum DeutschlandCup teilgenommen. Hierbei ging es bei mir darum, genug Punkte zu holen um noch auf Rang zwei in der Gesamtwertung zu kommen. Das Rennen in der Eifel ist traditionell sehr lang und so musste ich mich auf einen harten Kampf einstellen. Das Wetter war aber ganz OK, so dass ich doch ganz gut zurecht gekommen bin. Am Ende hat es gereicht und ich konnte mit einem Punkt Vorsprung an Dominic Pesch vorbeiziehen. Nur mein ColdRiver Kollege Normen Weber lag noch vor mir. Insgesamt bin ich aber mit dem zweiten Platz der Gesamtwertung sehr zufrieden. Mehr war da einfach nicht drin.

Köln Marathon 2010

 

08.10.2010 Am Tag der deutschen Einheit fand dieses Jahr wieder einmal der Köln Marathon statt. Nach meiner Teilnahme und dem Finish im letzten Jahr hatte ich mich auch für dieses Jahr wieder angemeldet und auch dementsprechend vorbereitet. Mit ca. 1500 Trainingskilometern habe ich mich am Sonntag morgen auf den Weg zum Start gemacht. Nachdem ich in die S-Bahn eingestiegen bin, habe ich allerdings bemerkt, dass ich meinen Championship-Chip vergessen habe. Dieser ist zwingend für die Zeitmessung erforderlich. Ich habe dann sofort meine Sitznachbarn nach einem Handy gefragt und versucht meine Freundin Helena zu erreichen. Die war sich nur leider gerade die Haare am Föhnen und hat dies nicht mitbekommen. An der nächsten Station Hansaring bin ich direkt aus der Bahn und versuchte weiter Helena zu erreichen. 3 Handys und einige Nerven später hatte ich dann endlich Glück und erklärte Helena wo der Chip ist. Sie ist dann sofort ins Auto und zum Hansaring und ich konnte die nächste Bahn zum Start nehmen.

Ich war dann gerade noch vor dem Start vor Ort und musste mir erst einmal meinen Weg in meinen Startblock erkämpfen. Nach fünf Minuten ging es dann auch endlich los und ich konnte mich auf den 42,195 km langen Weg durch meine Heimatstadt machen. Das Wetter war mit 20 Grad und Sonne auch ideal zum Laufen. Dier ersten Kilometer gingen etwas mühsam, da es wirklich sehr voll war und ich so nicht richtig in einen Rhytmus gekommen bin, aber Zeiten von 5:10 - 4:55 - 4:56 für die ersten drei Kilometer lagen voll im Soll. 

Nach dem ersten Schreck vor dem Start kam nun der zweite. Ich guckte kurz vor km 4 wieder auf mein Handgelenk und musste mit Erschrecken feststellen, dass die Puls/GPS Uhr nicht mehr dort war. Ich überlegte kurz zurückzugehen, habe aber aufgrund der nachfolgenden tausenden Läufer den Gedanken schnell wieder verworfen. Von nun an musste ich also ohne Anhaltspunkt was Puls und Geschwindigkeit angeht weiterlaufen. Die nächsten 10 Kilometer habe ich mich dann erst einmal schwarz geärgert, dass ich so nicht vernünftig den Marathon laufen kann. Die ersten 10 km liefen dann mit 49 Minuten ganz gut, aber eben etwas zu schnell. Zwischendurch habe ich immer mal wieder meine Mitläufer nach der Zeit gefragt, aber da ich ja nich wusste, wann diese gestartet sind, war das immer nur bedingt aussagekräftig. Bei km 17 stand mein Fanclub. Aachener Strasse Ecke Klosterstrasse "entsorgte" ich dann meinen Pulsgurt und das Band, lag aber gut in der Zeit. Der Halbmarathon lief mit 1:43 auch noch ganz OK. Hier habe ich allerdings schon meine Oberschenkel etwa gemerkt, aber dachte mir: "Das geht schon noch".

Bei km 23 war der erste Verpflegungsort mit Helena vereinbart. Sie wartete auf der inneren Kanalstrasse und reichte mir zwei Gelpacks und eine kleine Flasche Cola. Den dringend benötigten Zucker genehmigte ich mir sofort und es ging weiter zum Ring. Mit der Weile hatte ich mich damit abgefunde ohne Uhr zu laufen. Ich konnte ohnehin nichts mehr daran ändern. Die Halbmarathonzeit lief auch auf eine Endzeit unter 3:30 h hinaus. Ich war also gut unterwegs. Bei Kilometer 29 in Nippes war der zweite Treffpunkt ausgemacht. Auch hier gab es wieder die Gelpacks und etwa zu trinken. Selbverständlich habe ich mich auch regelmässig an der Marathonverpflegung bedient, allerdings wollte ich mich mit dieser Zusatzverpflegung noch weiter pushen.

In Nippes merkte ich schon, dass meine Kraft schon ziemlich am Ende war. So ab Kilometer 33 sanken meine Kilometerzeiten auch drastisch ein und ich musste zwischenzeitlich kleine Gehpausen einlegen. Sobald man allerdings aufhört zu Laufen hört man sofort seinen Namen. "Komm Guido - Du schaffst das" - "Guido - es ist nicht mehr weit" - "Guidooooooo". Die Fans am Streckenrand feuern einen sofort an. Sobald man dann wieder anfängt zu laufen hört man Jubel und es geht wieder eine Zeit lang. Das Ziel war nun bis Kilometer 36 zu kommen, da dort das letzte Treffen mit Helena anstand. Das musst ich auf jeden Fall schaffen. Die Ziele die man sich selber steckt wurden nun immer kleiner. Der nächste Treff mit Helena - der nächste Kilometer - bis dahinten - die nächsten 100m... Irgendwann schaffte ich es zu Kilometer 36 und verpflegte mich zum letzten Mal mit ein paar Energy-Gels.

Von nun an wurde es mental etwas einfacher. Die letzten sechs Kilometer waren mit sehr vielen Zuschauern, so dass man nochmal etwas motivierter ist. Den Ring entlang, Rudolfplatz, Neumarkt, Hohe Strasse. Von hier dann über die Domplatte, was immer ein besonderes Erlebnis ist. - Nur noch 2 Kilometer - Zurück Richtung Gürzenich und den letzten Anstieg auf die Deutzer Brücker der mir vorkommt wie ein Aufstieg zur Zugspitze. Der rote Lappen - noch ein Kilometer. Die Brücke runter läuft es sich etwas leichter, aber man muss aufpassen dass man nicht zu schnell wird. Die Kopf - Gliedmassen - Kommunikation ist nicht mehr einhundertprozentig funktionsfähig. Die Beine haben seit ein paar Kilometern ein Eigenleben entwickelt und demonstrieren immer heftiger gegen Bewegung. Auf den letzten Metern höre ich nochmal meinen Namen von der Seite. Ein Blick und ich sehe Helena noch einmal kurz vorbeifliegen. Den Kopf nach vorne und das Ziel vor Augen. Endlich! Über 42 Kilometer liegen hinter mir und ich bin echt froh mich nun endlich hinlegen zu können.

 Ich glaube ich hätte nicht einen Meter mehr gehen können. Das Rote Kreuz kümmert sich direkt um einen und ich habe mich etwas ausgeruht und einen halben Liter Apfelschorle getrunken. Wieder etwas bei Kräften bin ich zur Verpflegungsmeile und habe meinen Energiespeicher wieder ein bisschen gefüllt. Auf zum Ausgang, wo ich mich mit Helena verabredet hatte. Wir sind dann nach Hause wo ich erst einmal ein warmes Salzbad genommen habe. Das hat bisher immer ganz gut gegen den Muskelkater geholfen. Am Ende ist eine 3:46 rausgesprungen. Leider eine Minute langsamer als mein Ziel, aber ich bin zufrieden. Ich bin wieder gesund angekommen, und nächstes Jahr werde ich es wieder versuchen!

An dieser Stelle möchte ich mich dann auch bei meiner persönlichen Betreuerin bedanken. Ohne Dich Helena, hätte ich es definitiv nicht geschafft.

7. Heidepark Sprint 2010

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13.09.2010 Am Wochenende fand der 7. Heideparksprint im Heidepark Soltau auf der Montain Rafting Wildwasserbahn statt. Wie jedes Jahr war es auch dieses mal wieder ein grosses Spektakel. Auf der anspruchsvollen Bahn ging es wieder darum den schnellsten Weg nach unten zu finden, was mir auch zweimal sehr gut gelungen ist. Am Ende musste ich mich nur dem Weltmeister Normen Weber aus Brühl geschlagen geben und konnte mich über den zweiten Platz freuen. Damit bin ich nun auch im Deutschlandcup auf den dritten Platz vorgerückt. Da ich in München wahrscheinlich nicht dabei bin, geht es dann in Irrel darum diesen Platz zu verteidigen. Vielleicht ist auch noch der zweite Platz drin. Ich werde wie immer alles versuchen.

 

Köln Kanu Sprint 2010

29.08.2010 Nach der Sommerpause war am Wochenende wieder das erste Rennen. Der KölnKanuSprint auf dem Rhein zählt mit zu den besten Veranstalltungen des Wettkampfkalenders. Leider war an diesem Wochenende das Wetter nicht so gut, so dass die Wettkämpfe häufiger wegen Unwetter unterbrochen werden mussten. Aufgrund des Stresses mit der Organisation war ich auch nicht so fit und war nach dem ersten Lauf nur 8. Im zweiten Lauf konnte ich zwar noch mal über zwei Sekunden zulegen, jedoch reichte es nicht zu mehr als Rang 7. Nächstes Wochenende steht nun der Kölntriathlon an, den ich als Vorbereitung für den Marathon am 3. Oktober mitnehme. Ich hoffe in jedem Fall auf besseres Wetter.

Lofer 2010 DM

19.07.2010 - Die Deutsche Meisterschaft ist vorbei! Insgesamt konnte ich vier Medaillen erreichen. Zwei Mal Bronze im Sprint und Classic Einzel, zwei mal Silber und damit Deutscher Vizemeister im Sprint und Classic Team.

18.07.2010 - Der Tag vor den Sprintwettkämpfen war für mich Ruhetag. Leider konnte ich mich nicht so richtig ausruhen, da bei mir Mittags starke Magenkrämpfe eingesetzt haben. Das wurde dann auch so schlimm, dass ich ordentlich kotzen musste und nix mehr zu mir nehmen konnte. Die ganze Nacht war dementsprechen mit wenig Schlaf und viel Schmerz gekennzeichnet. Ich habe da auch schon die Wettkämpfe in weite ferne rücken sehen. Morgens ging es dann etwas besser, aber weit entfernt von gut. Da ich erst um 12 Uhr dran war, habe ich mich den Vormittag noch ausgeruht und entschieden, den ersten Einzellauf mal zügig zur fahren, um zu testen ob ich wenigstens die Mannschaft fahren kann. Nach dem ersten Lauf lag ich dann auf Platz 4 und es lief so lala. Der zweite Lauf ging schon etwas besser, auch wenn es alles etwas kraftlos war. Ich konnte mich dann aber durch eine gute Zeit noch auf Platz drei schieben. Im Team würde es dann ganz eng werden. Leider habe ich im ersten Lauf einen Fehler gemacht, so dass wir wertvolle Zeit verloren haben, allerdings reichte es noch für den zweiten Rang. Im letzten Lauf konnten wir trotz Laufbestzeit die führenden Brühler nicht mehr von Platz eins verdrängen und wurden Vizemeister. In anbetracht meiner gesundheitlichen Situation war das allerdings noch ein gutes Ergebnis.

15.07.2010 - Super Ergebnis mit der C1 Mannschaft. Im heutigen Classic Rennen konnte ich mit Niels und Stiefi den Vizemeistertitel herausfahren. Nach einem super Lauf mussten wir uns nur knapp dem Brühler Team geschlagen geben. Ich konnte heute 20 Sekunden schneller als im Einzel fahren, und das trotz weniger Wasser. Es war absolut das beste C1 Mannschaftsrennen was wir bisher gefahren sind.

Morgen ist nun erst einmal Ruhetag. Den habe ich nach den zwei anstrengenden Classic Rennen auch dringend nötig. Am Samstag finden dann die Sprintläufe statt. Einzel ist um 12:45 / 14:39, Team um 15:32 / 17:02. Das ist dann der grosse Tag auf den ich hintrainiert habe. Also alle Mann Daumen drücken!

15.07.2010 - Der erste Renntag ist vorrüber. Der Start erst gestern abend war nicht so gut. bei über 35 Grad tagsüber war ich abends schon ziemlich fertig. Nach dem ersten Wildwasserabschnitt lag ich noch eine Sekunde hinter der Bestzeit, aber auf dem flachen Teil hatte ich irgendwie keine Kraft um das Boot ans laufen zu bekommen. Unten im Zielschwall lief es wieder etwas besser, aber insgesamt bin ich ziemlich schlapp gewesen. Es hat allerdings noch zum dritten Platz gereicht und war somit ein erfolgreicher Tag in die Wettkämpfe. Heute steht dann das Mannschaftsrennen an. Auch da versuchen wir noch einmal in die Medaillenränge vorzustossen. Start ist um 14:22h.

14.07.2010 - hier findet die Deutsche Meisterschaft statt: link...

13.07.2010 - So, morgen geht die Deutsche Meisterschaft endlich los. Ab 9 Uhr sind die Schüler dran, ab 13 Uhr die C2 und die Damen, und ab 17 Uhr die K1 Herren und die C1. Ich selber bin im letzten Rennen dran und werde so um 18:45 auf die ca. 22-23 Minuten lange Strecke gehen. Mal schauen was dabei so rauskommt. Bei dem Wetter hier ist man abends immer ganz schön fertig.

11.07.2010 - Deutsche Meisterschaft in Lofer. Nach einer langen Anreise bin ich gestern in Lofer angekommen. Bei traumhaftem Wetter wurde der Wohnwagen aufgebaut und die ersten Trainingstouren gezogen. Bei 35 Grad ist der kalte Fluss eine engehme Abkühlung und man ist froh, mal so richtig nass zu werden. Leider ist auf dem Fluss nicht viel Wasser, so dass das Training sehr Materialintensiv ist.

Morgen ist dann Flicken angesagt. Aber alles in allem läuft es ganz gut. Die Wettkämpfe beginnen am Mittwoch. Die Startzeiten stehen alledings wohl erst nach der Obleute morgen fest.

Hier noch ein paar Impressionen aus Lofer: