Rund um Köln 2011


Foto: Helena Zock

25.04.2011 - Rund um Köln am 25. April 2011. Mein erstes Radrennen und es war echt TOP!

Also von vorne: Heute morgen ein Blick aus dem Fenster und siehe da: Perfektes Radrennwetter mit strahlend blauem Himmel. Nach einem guten Frühstück habe ich meine Sachen gepackt und bin mit dem Rad zum Start in den Rheinauhafen gefahren. Die 6-7km waren perfekt um sich direkt etwas einzuschaukeln. Der Check-In für den Startblock schloss um 10:40, so dass ich mit ausreichen Reserve um kurz vor halb in die Aufstellung einfuhr. Nun hiess es erst mal warten bis zum Start. Da aber neben mir zahlreiche Mitstreiter standen, verging die Zeit eigentlich ganz schnell. Um kurz vor elf wurde es dann langsam spannend. Nur noch wenige Minuten bis zum Start. Die Aufregung wurde etwas grösser, ich wusste ja nicht so genau, was mich erwarten würde. Neben mir stand ein kleines Clübchen mit 5 Fahrern mit denen ich mir schon die Zeit bis zum Start vertrieben hatte und ich entschloss mich, mich erst mal an die hinten dran zu hängen.

5-4-3-2-1-LOS. Startschuss und das Feld setzte sich langsam in Bewegung. Recht schnell wurde mir klar, dass das mit einer gemütlichen Tour heute wohl nix wird und so reihte ich mich in die Phalanx ein und wir donnerten direkt mit 45km/h über die Rheinuferstrasse. Es kam bei mir ein leichtes Gefühl von Tour de France auf und ich dachte mir, geht ja gut los hier. Nach circa 10 Kilometern schaute ich erstmals etwas genauer auf meinen Tacho. Bisher ging das eher schlecht, da man den Blick nicht von vorne nehmen konnte um eine Kollision mit den gefühlten anderen 10.000 Fahrern zu vermeiden. Auf jeden Fall waren bisher weniger als 15 Minuten vergangen, für alle Kopfrechner, das war ein Schnitt von über 40! Da begann ich langsam nachzudenken, ob ich hier in der richtigen Gruppe mitfahre, aber da es gerade so gut lief dachte ich mir: fahr einfach mal weiter. So ging es dann langsam raus aus Köln Richtung Bechem. Der erste und auch der längste Anstieg zog sich doch etwas hin. Ich musste bis auf den dritten Gang zurückschalten, was diesen sehr freute. Bisher wurde er nämlich noch nie benutzt. Mit Puls 165 ging es dann über den ersten Berg und ich war noch ganz gut dabei, Es folgte die erste richtige Abfahrt. Im Synchronflug ging es zurück ins Tal mit bis zu 70km/h. Das fühlt sich in meinem Audi deutlich entspannter an als auf zwei so dünnen Reifen. Am Ende folgte der zweite Anstieg mit Bergwertung. Hier ging es mal so richtig steil hoch und es standen viele Zuschauer an der Strecke. Der dritte Gang kam wieder in Benutzung, konnte sich darüber aber nicht lange freuen, da es selbst im ersten echt schwierig wurde diese steilste Rampe der Strecke zu erklimmen. Aber auch hier ging es gut drüber so dass ich meinen Puls vom Anschlag auf der Abfahrt wieder runterfahren konnte. Der Vorteil eines jeden Anstieges ist ja, dass es danach auch wieder runtergeht

Der letzte nennenswerte Anstieg ging dann hoch zum Schloss Bensberg. Erst wieder im dritten, später im ersten kamen dann aber die letzten 200 Meter auf Kopfsteinpflaster. Die Strecke war hier komplett abgesperrt wie bei der Ankunft in L’Alpe d’Huez. Dazu das Geschrei von, ähm, Millionen Zuschauern. Hier kam nun endlich das Tour de France Feeling auf und ich dachte mir, nächstes Jahr fahre ich da mit. Nach dieser letzten Bergwertung ging es dann wieder runter Richtung Rösrath. Wieder unten angekommen sammelte sich eine etwas grössere Gruppe, mit der es dann erst mal mit 50km/h auf ebener Strecke Richtung Köln ging. Das war echt krass mit so viele Leuten so eng zusammen so schnell zu fahren. Aber auch hier ging bei mir wieder alles gut. Das konnte man nicht von allen behaupten. Auf der Strecke sah man immer wieder Sportler am Strassenrand mit Pannen oder nach Unfällen.

Zum Schluss ging es dann über die Severinsbrücke zurück auf die Rheinuferstrasse. In der Kurve konnte ich noch einmal knapp einem Sturz 3 Meter links von mir entgehen und es ging auf die letzten 1000 Meter Richtung Ziel. Mit einer Zeit von 1:47 bleib ich auf den 68,1km deutlich unter dem von mir gesteckten Ziel von zwei Stunden und ich rollte sehr zufrieden über die Ziellinie. Alles in allem ein sehr schönes Rennen bei TOP-Wetter. Hat sehr viel Spass gemacht.

Hohenlimburg 2011


Foto: Tanja Verhoef

29.03.2011 - Am Wochenende stand die Westdeutsche Sprintmeisterschaft in Hohenlimburg auf dem Programm. Auf der Lenne ging es bei strahlend blauem Himmel und angenehmen 16 Grad um die Platzierungen. Im Canadier Einer lief es recht gut. Im ersten Lauf konnte ich mich mit einer Zeit von 1:32min an die Spitze setzen. Im zweiten Lauf war ich dann eine Sekunde langsamer, aber es reichte dennoch zum Sieg.

Nach mehrjähriger Abstinenz habe ich auch im Canadier Zweier wieder ein Rennen absolviert. Mit Dirk Klingenhagen aus Bonn bildete ich eine Renngemeinschaft NRW. Obwohl wir vorher nicht zusammen trainiert haben ist uns die Bewältigung der Wildwasserstrecke überraschend gut gelungen und wir konnten das Rennen auf dem fünften Platz abschliessen. Hier konnten wir uns im zweiten Lauf sogar um fast 2 Sekunden steigern. Insgesamt war es in jedem Fall wieder eine schöne Veranstalltung des FFB Brühl.

Sülz 2011

13.03.2011 - Das erste Rennen der Saison ist vorbei. Am Samstag fand auf der Sülz in Rösrath das erste Rennen für mich statt. Bei super Wetter trafen sich die Top-Athleten um sich nach dem Winter miteinander zu messen. Im Sprint konnte ich mich in meiner Altersklasse durchsetzen und den Tagessieg einfahren. Bei flachem Wasserstand war das allerdings nicht ganz einfach. Am Sonntag ist der Pegel dann noch einmal gesunken, das es nicht gestaubt hat im Flussbett war auch alles. So habe ich mich dann auch die Classic-Strecke runtergequält. Nach über 20 Minuten kam ich dann als zweiter ins Ziel. Dafür, dass ich noch keine grosse Ausdauer im Boot trainiert habe, war das ganz OK. Ab morgen beginnt nun das Training für die Deutsche Meisterschaft im Mai.